Themenbild für Cookies - die Logos von Safari, Chrome, Firefox und Internet Explorer

Schon bald könnten die großen Browserbetreiber das Ende der für die Werbebranche wichtigen Third-Party-Cookies einläuten. Die Suche nach Alternativen läuft auf Hochtouren. (Bild: Gerd Altmann auf Pixabay)

Was kommt nach den Werbe-Cookies?

Die Welt der Online-Werbung ist im Umbruch, nicht zuletzt seit der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU. Stetig unter Beschuss stehen deshalb auch Cookies. Ihnen droht aber nicht nur durch die DSGVO das Ende. Nach Firefox und Safari sollen so genannte Third Party Cookies schon bald auch bei Google Chrome der Vergangenheit angehören. Das sorgt für Aufregung bei den Online-Werbern – und für eine Suche nach Lösungen. Eine davon ist „Project Rearc“.

 

Was sind Cookies?

Diese kleinen Dateien werden beim Besuch einer Website hinterlegt. Sie sammeln Daten, um den Nutzer bei erneutem Seitenbesuch wiederzuerkennen und sein Erlebnis zu personalisieren. Richtig eingesetzt, erlauben sie auch, Werbung zu personalisieren. Besonders hilfreich sind dabei so genannte Third Party Cookies, also Cookie-Dateien, die nicht vom Website-Betreiber erfasst werden, sondern beispielsweise von Werbetreibenden.

 

Was ist das Problem?

Datenschützern sind Cookies ein Dorn im Auge. Schließlich gelangen so persönliche Informationen ins Netz und zu Firmen, die diese ohne Zustimmung des Nutzers auswerten. Die Browser Firefox und Safari ermöglichen es deshalb schon länger, Third Party Cookies grundsätzlich auszuschalten. Jetzt zieht auch Google nach. Da Googles Chrome mit Abstand der beliebteste Browser ist, könnte das endgültig das Ende der Cookies sein.

 

Was sind die Alternativen?

Die Online-Werbewirtschaft stellt das vor ein Problem: Schließlich sind die Informationen, die Cookies auslesen, die Grundlage für personalisierte Werbung. Um trotzdem weiter Werbung individualisieren zu können, hat der Fachverband für internationales Marketing (IAB) „Project Rearc“ (von Re-Architecture) ins Leben gerufen. Grundlage dieses Projekts sollen so genannte „Identifier“, basierend auf E-Mail-Adressen und Telefonnummern, sein, die von den Nutzern freiwillig zur Verfügung gestellt werden. Im Vordergrund soll dabei die Wahrung der Privatsphäre stehen.

 

Aber schon bei der Vorstellung von „Project Rearc“ regten sich kritische Stimmen. Auch ist noch nicht einmal klar, wie diese „Identifier“ überhaupt funktionieren sollen. Klar ist aber auch: Cookies sind ein Auslaufmodell. Spätestens in zwei Jahren will Google Chrome umstellen.