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In Deutschland hat TikTok mittlerweile 5,5 Millionen Nutzer. Die Netzwerk-App gehört dem chinesischen Unternehmen ByteDance. (Logo: TikTok ByteDance)

Hype und Skepsis: Was ist TikTok?

Jedes Soziale Netzwerk hat seine Zeit. Und während Facebook aktuell seinen Zenith überschritten zu haben scheint, gibt es schon neue Apps, die in den Markt drängen. Bei jungen Nutzern gibt es dabei vor allem eine App, die man haben sollte: TikTok. Aktuell macht das Netzwerk aber einige Negativschlagzeilen – vor allem, was Zensur angeht.

 

5,5 Millionen Nutzer, von denen jeder täglich rund 50 Minuten mit der App verbringt: So fasst das Fachmagazin Digiday die aktuellen Nutzerzahlen zu TikTok in Deutschland zusammen. In Kombination mit der jungen Zielgruppe, die das Netzwerk vor allem nutzt, wird dieser Kanal für Marketing- und Kommunikationsverantwortliche besonders interessant. TikTok macht es den Nutzern möglich, 15 Sekunden bis 5 Minuten lange Videos aufzunehmen, zu bearbeiten, hochzuladen und zu teilen. Zu Beginn standen dabei vor allem eigene Musikvideos im Vordergrund, was vor allem an TikToks Vorgängerapp Musica.ly lag. Mittlerweile haben aber auch Influencer und andere Nutzer das Netzwerk für sich entdeckt. Auf der eigenen Homepage bezeichnet sich TikTok als die führende Plattform für kurze Smartphonevideos. Und sogar die ARD hat auf TikTok ihren eigenen Kanal.

 

Seit einigen Wochen mehren sich aber die schlechten Nachrichten über das Netzwerk. TikTok gehört dem chinesischen Unternehmen ByteDance, das eine sehr eigene Haltung zu haben scheint, was die Themen Datenschutz und Zensur angeht. Zumindest in den Voreinstellungen ist die Datensicherheit auf TikTok alles andere als gut. Auch gehen die Plattform-Moderatoren immer wieder gegen politische und religiöse Inhalte vor, die mit den Wertvorstellungen der Volksrepublik China nicht übereinstimmen. Jüngstes Beispiel sind die Proteste in Hong Kong, die auf dem Netzwerk zensiert und gelöscht wurden.

 

Natürlich steht TikTok nicht als einziges Netzwerk am Pranger, die Daten seiner Nutzer auszulesen und Inhalte zu zensieren. Wer auf dem Netzwerk Werbung oder Marketing betreiben möchte, sollte es sich vorher trotzdem überlegen. Immerhin kann man es auch so sehen: Hinter dem Netzwerk steht nicht nur ein Konzern, sondern womöglich auch ein Staat, der seinen Einfluss über TikTok geltend machen möchte.