Hände tippen auf einem Laptop auf einem Tisch

Wie sichtbar ist meine Online-Anzeige? Nach einer Studie der Werbeplattform Outbrain ist das sicher nicht die einzige Frage, die sich Werbetreibende stellen sollten. (Foto: Pexels auf Pixabay)

So wird Onlinewerbung wahrgenommen

Viele empfinden sie als nervig, oder zumindest als notwendiges Übel. Online-Werbung ist allgegenwärtig, aber nicht gerade beliebt. Wenn sie denn überhaupt so viel bringt, wie Werbetreibende hoffen. Eine Studie der Werbeplattform Outbrain hat herausgefunden, dass sich die meisten User an klassische Online-Werbung nicht erinnern. 

 

Insgesamt 1000 Verbraucher wurden für die Studie befragt. Sie bekamen Online-Anzeigen zu sehen, die laut den Standards des International Advertising Bureau (IAB) als sichtbar gelten, das sind 50 Prozent des Werbebanners für maximal zwei Sekunden. Das ernüchternde Ergebnis: 69 Prozent der Befragten konnten sich schon direkt, nachdem sie die Anzeige gesehen hatten, nicht mehr an den Namen der Marke erinnern, für die geworben wurde. Das sei unter anderem auch ein Beweis dafür, dass die Kriterien der IAB nicht mehr zeitgemäß seinen, so der Tenor der Studie. 

 

Dass Online-Werbung nicht wahrgenommen wird, heißt nicht, dass die Nutzer sich ihr verschließen. 56 Prozent der Befragten sind grundsätzlich offen für digitale Werbung. Diese darf allerdings auf gar keinen Fall stören. Tut sie es doch, ist sie mehr als nur lästig. 93 Prozent der Befragten geben nämlich an, ein negatives Verhältnis zu Marken zu haben, deren Werbung sie beim Surfen als störend empfinden. 

 

Zum Glück nennt die Outbrain-Studie ein Kriterium, mit dem Werbetreibende recht einfach feststellen können, ob ihre Werbung Gefahr läuft, nicht beachtet zu werden – oder vielleicht sogar zu nerven. Fast die Hälfte aller Befragten geben Relevanz als wichtigstes Kriterium an, wenn es darum geht, mit Online-Werbung zu interagieren. Immerhin gut ein Viertel nennt außerdem den Bezug zu aktuellen Inhalten. Werbetreibende sollten sich also nicht nur auf die reine Sichtbarkeit ihrer Anzeigen konzentrieren, sondern immer auch das Umfeld beachten, in dem sie gezeigt werden.