Hände zeigen auf eine Datenanalyse

Sind die eigenen Mitarbeiter für die Digitale Zukunft? Laut der Human-Capital-Trendstudie von Deloitte sehen viele Unternehmen hier Nachholbedarf. (Foto: Free Photos auf Pixabay)

Digitaler Verbesserungsbedarf

Deutsche Unternehmen müssen aufholen. Und zwar an der Stelle, an der es schon seit Jahren hakt. Denn die Frage, ob sie ihre Belegschaft als bereit für die digitale Zukunft einschätzen, bejahten laut der Human-Capital-Trendstudie 2019 der Unternehmensberatung Deloitte gerade einmal 34 Prozent der Firmenvertreter. Zwar schwankt diese Zahl, je nachdem, in welchem Sektor sich die befragten Unternehmen verorten, eine Konsequenz lässt sich aber unabhängig davon ausmachen: Digitale Kenntnisse und Fähigkeiten sollten schnellstmöglich auf- und ausgebaut werden.

 

92 Prozent der Befragten sehen dies als wichtig oder sogar sehr wichtig an, 94 Prozent arbeiten schon an entsprechenden Programmen. Diese reichen von On-the-Job-Learnings über Selbstlern-Programme bis hin zu Trainings im Seminarraum oder Expertenvorträgen. Nachholbedarf sehen die Befragten vor allem bei älteren Mitarbeitern. Berufseinsteiger haben ihrer Meinung nach die besten digitalen Fähigkeiten.

 

Nach eigenen Angaben befragte Deloitte knapp 10.000 Teilnehmer aus 119 Ländern. 79 Prozent der Teilnehmer kommen aus dem Bereich Personal. Aus Deutschland nahmen etwas mehr als 600 Befragte an der Studie teil. 44 Prozent davon arbeiten im mittleren Management, 18 Prozent in der Geschäftsführung.

 

Die Human-Capital-Trendstudie kann ein wertvoller Fingerzeig sein, über den Stellenwert des Digitalen im eigenen Unternehmen nachzudenken und zu überprüfen, wo in diesem Bereich Verbesserungsbedarf herrscht. Entscheidende Fragen sollten dabei auch sein: Wie steht es um die Digitalisierung in der externen und internen Kommunikation? Auf welchen Kanälen informieren wir Kunden, Partner und Mitarbeiter? Erreichen wir sie damit noch? Unser Rat: Im Zweifel einfach mal die Kunden, Partner und Mitarbeiter fragen.