Themenbild Unternehmenskommunikation in der Corona-Krise: Die Erdkugel

In der weltweiten Corona-Krise sollte Unternehmenskommunikation verantwortungsvoll und engagiert sein – dann bricht auch die eigene Markenwelt nicht zusammen. (Foto: Pete Linforth auf Pixabay)

Corona fordert Unternehmenskommunikation

Die Corona-Pandemie stellt auch die Unternehmenskommunikation vor große Herausforderungen. Denn trotz wirtschaftlicher Einschränkungen erwarten die Deutschen, dass gerade bekannte Unternehmen Verantwortung und Engagement zeigen. Zu diesem Ergebnis kommt der Trust Barometer 2020 Special Report der Kommunikationsagentur Edelmann. Einige Unternehmen meistern die Krise in dieser Hinsicht erstaunlich gut – andere überhaupt nicht. Wir zeigen drei Beispiele.

 

Kurz nach Beginn der Corona-Krise ließen Unternehmen wie die Süddeutsche Zeitung, Audi und VW ihre Logos coronagerecht umgestalten. Die Buchstaben und Zeichen, die sonst eng zusammenstanden oder miteinander verkettet waren, standen auf einmal einzeln und mit Sicherheitsabstand. Ein klares Zeichen für die Kunden: Das Unternehmen hat das Prinzip von Social Distancing verstanden und will darauf aufmerksam machen.

 

McDonald‘s und Aldi machten ebenfalls positive Schlagzeilen. Während bei McDonald‘s aktuell viele Mitarbeiter nicht gebraucht werden, benötigt Aldi umso mehr Arbeitskräfte. Beide Unternehmen kündigten deshalb an, dass McDonald‘s-Mitarbeiter bei Bedarf bei Aldi arbeiten können. Unabhängig von den wirtschaftlichen Vorteilen zeigen beide Unternehmen damit: Jeder trägt seinen Teil zur Bewältigung der Krise bei.

 

Vollkommen danebengegriffen haben dagegen Unternehmen wie Adidas, Deichmann und H&M. Als die Unternehmen ankündigten, im April wegen der Corona-Krise für ihre Filialen keine Miete zahlen zu wollen, reagierte die Bevölkerung mit Unverständnis und Boykottaufrufen. Die Entscheidung kam unmittelbar, nachdem die Regierung ein Gesetz erlassen hatte, dass Vermieter ihren Mietern aktuell nicht kündigen dürfen, wenn diese ihre Mieten nicht bezahlen können. Kunden empfanden den Schritt als Versuch der Unternehmen, diesen Umstand auszunutzen.

 

Diese Reaktion deckt sich mit der Studie von Edelmann zur aktuellen Unternehmenskommunikation. Hier stellte die Agentur fest, dass 63 Prozent der Deutschen erwarten, dass gerade Markenunternehmen, die den Anschein erwecken, ihre Gewinne über die Bedürfnisse der Bevölkerung zu stellen, dauerhaft Vertrauen verspielen können.